IT-Fachkräftemangel in Unternehmen

IT-Fachkräftemangel in Unternehmen

27.03.2018

Der IT-Fachkräftemangel in Unternehmen ist hausgemacht. Fast zwei Drittel der IT-Abteilungen haben zumindest zeitweise zu wenig Personal. Der Grossteil der betroffenen Firmen und öffentlichen Einrichtungen hat diesen Personalmangel selbst herbeigeführt, indem Stellen nicht genehmigt oder gestrichen wurden.

Zu diesem Resultat kommt eine aktuelle Studie von Techconsult im Auftrag des internationalen Technologieriesen Hewlett-Packard. Demnach wollen die betroffenen Unternehmen ihre IT-Aufgaben künftig lieber an externe Dienstleister vergeben, als die fehlenden Stellen zu besetzen. Mit Abstand am häufigsten gilt das für den öffentlichen Dienst (88 Prozent) und für den Handel (78 Prozent).

«Nur ein Drittel der befragten IT-Manager und -Mitarbeiter gibt an, dass ihre Abteilung immer ausreichend besetzt ist. Acht Prozent sind sogar permanent unterbesetzt», heisst es in dem Ergebnisbericht der Techconsult-Studie. Dieser Mitarbeitermangel habe direkte Auswirkungen auf das Tagesgeschäft. «Ein Viertel der Befragten kann zwar das Tagesgeschäft bewältigen, aber es fehlt an Fachleuten für anspruchsvolle Aufgaben», kritisieren die Studienautoren. Je kleiner ein Unternehmen sei, desto eher habe es IT-Stellen zu besetzen. «38 Prozent der Firmen mit unter 5000 Mitarbeitern suchen IT-Spezialisten, aber nur 14 Prozent der Firmen mit über 5000 Mitarbeitern», so der Bericht.

Kein vorübergehendes Phänomen

Den Erhebungsresultaten zufolge herrscht der grösste Mangel im Bereich der IT-Administration. Knapp 67 Prozent der betroffenen Firmen gaben an, dass hier Fachpersonal fehlt. Mangelware sind offensichtlich auch Projektmanager. Diese Mitarbeitergruppe ist laut eigenen Angaben in 49 Prozent der Betriebe stark unterrepräsentiert. Auch bei Softwareentwicklern liegt der Vergleichswert mit 40 Prozent noch relativ hoch.

Hinzu kommt: Gut 85 Prozent der befragten IT-Manager und -Mitarbeiter gehen davon aus, dass die derzeitige IT-Fachkräftesituation kein vorübergehendes Phänomen ist. 63 Prozent sind der Überzeugung, dass die Situation so bleiben wird. Rund 22 Prozent gehen sogar davon aus, dass sich die Lage in Zukunft noch weiter verschlechtern wird.

Quelle: HR Today